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Beurteilung von Gebäudeschäden bedingt durch die Einwirkung von Flüssigkeiten

Wasserschäden sind eine der verbreitesten negativen Einwirkungen auf ein Gebäude und dessen Inventar. Geläufig sind zuerst die Auswirkungen durch einen Rohrbruch innerhalb des Gebäudes. Zu beachten sind auch die Schäden, die durch Einflüsse außerhalb des Gebäudes entstehen, wie z.B. Bruch oder Leckage von Versorgungs-/Hauptanschlussleitungen. Eine derartige Problematik tritt sowohl im privaten wie industriellen Bereich auf. Schäden sind je-doch auch durch z.B. wassergefährdende Flüssigkeiten (Chemikalien, Öle etc.) zu verzeich-nen. Ist es im privaten Bereich die Mauerwerk- und Inventarverunreinigung durch Heizöl, so sind im industriellen Bereich Schädigungen durch Flüssigkeiten und Dämpfe mit z.B. korrosi-ven Eigenschaften zu beachten. Als Beispiel ist die Verpuffung eines Reinigungsbades für Metalle durch Überhitzung und gleichzeitiger Bildung azeotroper Gemische zu nennen. Die freiwerdenden Dämpfe sind bei chlorhaltigen Reinigungsmitteln korrosiv. Neben der Beein-trächtigung der Gebäudesubstanz durch wassergefährdende Stoffe sind natürlich auch die Betriebshofflächen, Fahrstraßen, Gehwege etc. mit zu beachten. Hierzu sei als Beispiel nur die Einwirkung von Dieselöl auf asphaltierte Flächen erwähnt. 

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Versuchte Fassadenreinigung mit Flusssäurehaltigem Mittel. Aluminium undb Glasfassade mit Säureschäden

Eine fehlerhafte Oberflächenbehandlung anhand ausgeführter Reinigungsmaßnahmen kann zur Veränderung der Gebäudestruktur (Aluminiumfassade) führen. 

Fallbezogene Untersuchungs- und Sanierungsmaßnahmen sind somit einzuleiten:

  • Aufnahme der am Unfallort gegebenen Verhältnisse und Beweissicherung 
  • Abstimmung erster das Schadenmaß reduzierender Maßnahmen 
  • Koordination von unterschiedlichsten Untersuchungen wie z.B. Mauerwerkuntersuchung, Korrosionsbestimmung an Metall bzw. Beton etc. 
  • Einschaltung ggf. spartenbezogener Sachverständiger wie z.B. Baustatiker, Werkstoffuntersuchung im Labor etc. 
  • Auswertung der Ergebnisse und Empfehlungen zur weiteren Vorgehensweise der Unter-suchung und Sanierung 
  • Festlegen der nach Vorliegen unterschiedlicher Sanierungstechnologien optimalen wirt-schaftlichen Verfahrensweise 
  • Ermittlung von Kosten und Zeit für die Sanierung 
  • Betreuung der empfohlenen bzw. abgestimmten Sanierungsmaßnahmen bis zum Erreichen der festgelegten Sanierungsziele